Der Totengräber schaufelte die lockere Erde aus dem Grab.
Er musst schon fast 5 Fuß tief sein, bald hatte er die mystischen 6 erreicht.
6 Fuß für die Toten. Das Feuer des Öls hatten sein Haar entfacht,
er spürte den Schmerz kaum. Auch auf seinem Mantel brannten
bereits einige Flecken. Er bemerkte es nicht einmal.
Er war wütend auf sich, wütend auf seinen Sohn und
dieses schreckliche gelbe Ungetüm. Er war verzweifelt. Er grub.
Von überall schien es zu kommen.
Tausend verzweifelter Finger die sich ihre Näge
l am kalten Holz der Särge blutig kratzten.
Er hörte die schrecklichen Schreie der Toten.
Voller Hass und Neid auf die Lebenden.
Das Kreischen fuhr ihm ins Mark und er riss
panisch die Hände hoch um seine Ohren abzuschirmen.
Dann schreit er auf, vor Schmerz.
Das Feuer war ausgegangen.
Plötzlich spürte er die Kälte.
Er roch das verbrannte Fleisch auf seinem Kopf.
Der Mond hatte sich durch die Wolken gekämpft
und erhellte nun das Grab in dem er stand.
Auf dem Sarg lagen noch vereinzelt überreste eines Blumenkranzes,
die Schrift darauf war verblasst und unleserlich.
zehn , ... elf , ... zwölf , ...
Hillington Gazette 14. Oktober 2001
Totengräber schaufelt eigenes Grab.
Gestern Nacht gegen 0.00 sahen zwei Jugendliche aus dem Ort (16,17) einen hellen Schein über dem Friedhof, den die beiden für ein Feuer hielten. Sie arlamierten daraufhin die Polizei und die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte fanden daraufhin den leblosen Körper des Totengräbers Michael C. (76) in dem Grab seiner vor einem Monat verstorbenen Frau Elizabeth C. (74) "Wir wissen nicht warum C. das Grab seiner Frau aufgegraben hat, aber laut Gerichtsmedizin ist er wohl voraussichtlich an einem Herzinfarkt gestorben. Aber, irgendwas an seinem Gesicht war komisch, wie eine Fratze zu einem Schrei verzerrt.", so der Einsatzleiter der Feuerwehr Patrick O´Connor. Die Trauerfeier für den Verstorbenen findet am kommenden Freitag um 15.00 in der St.Michael´s Church Hillington statt.
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Nachwort: Das war´s meine Freunde.
Es tut mir leid dass ihr auf das Ende so lange warten musstet, aber ich hatte leider anderes zu tun. Danke für´s mitlesen.

2 Kommentare:
Habe alle Teile aufgeregt verfolgt und muss gestehen, dass es mich zu Weilen schon etwas gegruselt hat.
Der 10. Teil ist ein würdiger Abschluss und besonders der Epilog gibt dem Ganzen so seine persönliche Note. Während des Lesens, konnte ich mir als Leser die gesamte Szenerie mehr als bildlich vorstellen. Wirklich klasse.
Außerdem erinnerte das Ganze entfernt an Edgar Allan Poe, nicht zu letzt wegen der gruselig-düsteren Stimmung.
Hut ab!
Ich habe bei Gott nicht geglaubt, dass irgendjemand die Geschichte tatsächlich mitlest. Danke sehr Poc. Danke.
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